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Über den Park

Geschichte

Das Areal des heutigen Mauerparks ist geprägt durch seine bewegte Geschichte. Auf dem Gelände befanden sich im Laufe der Zeit etwa ein Exerzierplatz und ein Güterbahnhof. Am meisten geprägt hat den Ort aber die Zeit zwischen 1961 und 1989, als hier die Berliner Mauer verlief, die West- und Ost-Berlin voneinander trennte.

Es handelt sich um einen besonders markanten Abschnitt der Berliner Mauer. Auf einer mehrere Dutzend Meter breiten kahlen Fläche, dem sogenannten Todesstreifen, befanden sich Wachtürme, Scheinwerfer und Patrouillenwege, um die Flucht vom Osten in den Westen zu verhindern. Eine Besonderheit ist auch, dass die Mauer hier durch ein dicht bebautes Viertel lief. Viele Häuser wurden abgerissen, weil sie direkt an der Grenze standen oder gar mit einer Hauswand die Mauer bildeten.

Vom Todesstreifen zum Freiraum

Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde das Areal schnell zum Symbol der Freiheit. Die Nachbarschaft machte sich den neu gewonnen Freiraum schnell zu eigen. Es entstand die Idee, den Raum in einen öffentlichen Park umzuwandeln.

Durch das Engagement vieler Bürger*innen sowie dank der Unterstützung der Allianz Umweltstiftung und ihres langjährigen Vorstands Dr. Lutz Spandau wurde im Jahr 1994 der ursprüngliche Teil des Mauerparks entlang der Schwedter Straße nach Plänen des Landschaftsarchitekten Prof. Gustav Lange eröffnet. Bis zur Eröffnung der westlichen Erweiterungsflächen im Jahr 2020 wurde der Park mehrfach vergrößert.

Geschichte sichtbar machen

Im Rahmen von Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe wurden Anfang 2018 am Eingang des Mauerparks an der Eberswalder Straße Überreste der ehemaligen Grenzanlagen zwischen Ost- und West-Berlin gefunden: Eine Fahrzeugsperre, welche die Flucht per Auto oder LKW aus der ehemaligen DDR verhindern sollte, sowie der Eingang zu einem Fluchttunnel. In Anknüpfung an die Gedenkstätte Berliner Mauer wurde eine Ausstellung der Funde auf dem neu entstandenen Vorplatz zwischen Schwedter Straße und dem Eingang des Lokals Mauersegler konzipiert. Hierfür wurden die Planungen für die Erweiterung des Mauerparks noch einmal überarbeitet. Die Ausstellung ist seit dem 9. November 2020 für alle Besucher*innen zugänglich.