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Über den Park

Architektur

Im Jahr 1992 lobte der Berliner Senat einen Wettbewerb zur Umgestaltung des heutigen Mauerpark-Geländes aus. Eine Jury zeichnete den unter dem Motto „Vom Grenzraum zum Freiraum“ stehenden Entwurf des Landschaftsarchitekten Prof. Gustav Lange mit dem ersten Preis aus.

Der landschaftsplanerische Entwurf verbindet die Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilung mit urbanen Nutzungen. Prof. Lange setzte auf eine zurückhaltende Ästhetik, welche die vorgefundenen Bedingungen nicht komplett überformte. Charakteristisch für den Entwurf ist die lineare Struktur, welche sich am ehemaligen Mauerverlauf orientiert. Große Freiflächen mit leichter Geländemodellierung wechseln sich ab mit Baumgruppen, Wegeverbindungen und Sichtachsen, die Bezüge zur Umgebung und der bewegten Geschichte des Ortes herstellen.

Das offene Rasenplateau zieht sich wie ein grünes Band durch den Park. Früher befand sich hier die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin, heute dient der urbane Freiraum als Ort der Zusammenkunft für Anwohner*innen, Familien und Freund*innen.

Die landschaftsarchitektonische Gestaltung des Berliner Mauerparks durch Prof. Lange gilt als Musterbeispiel für die gelungene Transformation urbaner Brachen. Im Mauerpark wird erlebbar, wie Architektur Erinnerungsräume schaffen kann, die gleichzeitig Menschen verbinden und vielfältigste Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bieten.